Das Schweinchen und das Wildschwein vom 17.02.10 19:25
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Das Schweinchen und das Wildschwein vom 17.02.10 19:25

Es war ein mal ein Schweinchen, welches es satt hatte endlos im Stall eingesperrt zu sein. Es wollte endlich einmal frei sein. Deshalb floh es von seinen Bauern in den dunklen, weiten Wald. Dort traf es ein Wildschwein. „Was bist du den für ein lustiger Geselle?“, fragte das Wildschwein. „Und was machst du hier?“ Das Schweinchen erzählte von seiner Geschichte. „Du fliehst von einen Platz, wo du nichts machen musst, nicht ein mal jagen musst in diesen Wald? Du spinnst!“ „Meinst du? Sitz du einmal den ganzen Tag im Stall herum und wühle im Dreck! Das ist langweilig sag ich dir.“ erwiderte das Schweinchen. „Das würde mir gar nichts ausmachen.“, tönte das Wildschwein. Deshalb machte ihn das Schweinchen einen Vorschlag: „Wenn das so ist, lass uns doch tauschen! ich bleibe hier im Wald und du gehst zu meinem Bauern. Er ist sicher schon ganz traurig.“ Gesagt getan. Das Schweinchen blieb im Wald und das Wildschwein ging zu dem Bauern. Der wunderte sich zwar, wusste aber, dass ein geschlachtetes Wildschwein viel mehr wert war, als ein normales Hausschwein. Deshalb nahm er es gern bei sich auf. Den kleinen Schweinchen ging es im Wald auch nicht so übel. Es kam mit der Nahrungssuche gut zu recht. Schließlich gab es ja viele verschiedene Beeren im Wald und die Äcker der Bauern mit den herrlichen Salaten waren auch nicht weit entfernt. Aber jagen wollte es nicht, obwohl der Wolf ihm sogar seine Hilfe anbot. „Ich brauch keine Hilfe.“, sagte das Schweinchen, „Ich bin frei, mehr brauche ich nicht.“. Auch dem Wildschwein erging es sehr gut bei dem Bauern. Es bekam jeden Tag sein Essen und hatte es warm. Die Mäuse aus dem Wald, welche das Wildschwein ab und zu besuchten, wunderten sich deshalb sehr: „Das geht nicht mit rechten Dingen zu. Niemand füttert einen Fremden nur aus Nächstenliebe durch. Der Bauer will doch etwas von Dir.“ „Ach ihr seid ja nur neidisch!“, sagte das Wildschwein. „Wieso soll ich mir Sorgen machen, so lang es mir gut geht?“ So waren das Schweinchen und das Wildschwein davon überzeugt, dass sie ein Glück wie kein anderer hatten, bis es Weihnachten wurde. Das Schweinchen suchte schon seit Tagen vergebens nach Beeren und Salat, fand aber nichts. Und plötzlich kam auch noch etwas Weißes vom Himmel herunter. Es sah wunderschön aus, war aber ziemlich kalt und nicht wirklich nahrhaft. So suchte das Schweinchen weiter nach Essen, einen warmen Unterschlupf oder jemand, der ihm helfen konnte. Fand aber nichts von alledem. Dies ging 3 Wochen lang gut, bis es nicht mehr konnte und erschöpft im Schnee fiel und dort jämmerlich erfror. Auch dem Wildschwein ging es nicht viel besser. Es war zwar im Warmen aber es hatte ein mulmiges Gefühl. Dieses wurde eines Winterabends leider auch bestätigt. Der Bauer kam in den Stall, legte es an eine Leine und ging mit ihm hinaus raus auf die Straße. „Ja! Endlich mal wieder frische Luft!“, freute sich das Wildschwein. Plötzlich stand ein Mann mit einem Messer neben Ihn. Den Wildschwein wurde angst und bange. Aber es war zu spät, der Bauer von dem es nur Gutes dachte, hatte es als Weihnachtsbraten an den Metzger verkauft, der es unter einem lauten Gequieke erstach. Als die Mäuse davon hörten, waren sie alle der gleichen Meinung: „Wir haben es doch gewusst“.