Frau Herkel
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Frau Herkel


Im letzten Sommer passierte in Berlin-Mitte etwas Großes. Am Kuchendamm Nummer 33 wohnte die Familie Handluth und Dumm. Die Mutter lebte dort mit ihrer eigenen und der Stieftochter. Diese hieß Anna Meyer Handluth und war richtig schick. Sie hatte super viele Freunde, einen festen Freund, spielte Klavier und Gitarre und hatte ein abwechslungsreiches Leben. Die eigene Tochter hieß Cindy Dumm,doch sie nannte sich immer Cindy aus Berlin-Mitte. Ihre Mutter hieß Heidi Dumm und war früher Topfmodel. Sie hatte viel Geld verdient, doch sie gab alles für Klamotten, Schminke und Botox aus. Der Vater war Profi-Motorradfahrer, der jedoch bei einem Stunt gestorben war. Da die Mutter zu faul und zu doof war, sich einen Job zu suchen, musste Anna Babysitten. Und so kam es, dass Anna bei Familie Herkel ihre erste Stelle antrat.

Anna las eine Annonce in der Zeitschrift „Berliner Stadt“. “Suche Babysitterin und Haushaltshilfe in einem. Ich zahle 20 € pro Stunde,“hieß es in der Zeitung.
„Wow, so viel Geld?! Da ruf ich gleich mal an,“dachte sich Anna. Sie bekam sofort den Job.
“Würde es ihnen etwas ausmachen, ein paar Tage bei uns zu bleiben? Unsere Haushaltshilfe ist krank. Natürlich kriegen sie ein eigenes Zimmer mit Bad,“sagte die Frau freundlich.“Aber gern,“ Anna stimmte sofort zu. Sie gab ihrer Stiefmutter Bescheid. Die interessierte es nicht sonderlich. Schnell packte sie Klamotten und Waschzeug in ihre DADIDAS Tasche ein und machte sich auf den Weg.
Hier und da sagte sie jemanden „Hallo“ und spendierte den Obdachlosen einen Kaffee. Nach einiger Zeit kam sie an einem Spielplatz vorbei und hörte ein Kind weinen.“Ach hilft mir nur einer,“,heulte ein kleiner Junge. “Ich hab mir mein Knie aufgeschlagen und kann meine Mutti nicht finden!“ Anna ging der Kinderstimme nach und fand ihn. „Oh, was ist passiert?“ fragte Anna besorgt. “Mein Knie ist aufgeschlagen und ich hab meine Mutti verloren!“schniefte er. „Okay,“ sagte Anna. Für dein Knie hab ich ein Pflaster.“ Sie drückte dem kleinen Jungen, der Tommy hieß, ein Pflaster auf die blutende Wunde. “Danke,“ sagte Tommy.“ Komm,wir suchen deine Mutti,“sagte Anna lieb zu ihm. Nach ein paar Minuten fanden sie sie. “Danke,“ sagte die Mutter, „vielen Dank!“.
Dann kam Anna an der Herkel-Villa an. Dort wurde sie von zwei Kindern herzlich begrüßt. Im Haus wurde sie auch von Frau Herkel empfangen.
In den nächsten fünf Tagen kümmerte sie sich um den Haushalt, ums Essen, Ein-kaufen und das wichtigste- um die Kinder. Sie hatte sie schon richtig lieb gewon-nen. Doch sie musste wieder los. Die Kinder begleiteten sie bis zum Tor:“Du warst so lieb zu uns, so sollst du auch was Besonderes bekommen,“schrien die Kinder. Auf Anna fielen die leckersten Süßigkeiten wie Lollys von Cuppa Cups oder Gum-mitiere von Naribo. „Dankeschön!“ rief sie.
Aber als ihre Stiefschwester das erfuhr,wurde sie neidisch. So ging sie auch zu Frau Herkel zum „Babysitten“. Doch sie gab den Obdachlosen kein Geld und half auch keinem Kind. Als sie ankam, ging sie ohne Begrüßung ins Haus.
Die nächsten Tage wurden nicht besser. Sie fraß die Chips auf, futterte den Kin-dern die Pommes und den Döner weg und machte das Spielzeug kaputt. Am vierten Tag wurde sie rausgeschmissen.
Als sie unterm Tor stand, erwartete sie Platin-Regen. Doch es regnete E11 auf sie herunter. “Für deine Dienste!“ rief Frau Herkel ihr hinterher.
Sie trottete nach Hause. Das E11 blieb für immer an ihr hängen.
Epilog

Anna und ihr Freundindes heirateten und bekamen zwei Kinder, Rose und Justin. Anna wurde Mode-Designerin und ihr Freund Architekt. Sie hatten ein großes Haus mit Garten. Cindy jedoch,arbeitete bei Mäc-Doof. Sie war abwechselnd mit den drei türkischen Drillingen Achmet,Muhammet und Mohammet zusamen.So lebten sie glücklich (oder auch nicht) bis an ihr Lebensende.