Die stumme Prinzessin
Es war einmal ein König, der hatte eine wunderschüne Tochter, die Odette hieß. Sie hatte langes, goldenes Haar und wunderschöne blaue Augen.
Eines Tages kam eine böse, sehr gefürchtete Fee zum Schloss der Prinzessin.
Vor vielen Jahren hatte der König sie aus dem Land vertrieben, weil sie seine Frau töten wollte. Nachdem er sie aus dem Land vertrieben hatte, musste sie viele Jahre in grässlicher Armut leben.
Nun wollte sie sich rächen. Sie rief: "König, ich will mich nun rächen! Ich werde deien Tochter mit einem Zauber besetzen! An ihrem sechzehnten Geburtstag wird sich deine Tochter in einen Königssohn verlieben! Seit diesem Zeitpunkt wird sie nicht mehr sprechen können und nur durch dei Heirat mit dem Königssohns wird der Zauber gebrochen werden und sie wird wieder sprechen können!" Daraufhin verschwand sie.
Der König und die Königin und das ganze Reich sind sehr erschreckt worden. Der König befahl, dass kein Königssohn zum Geburtstag der Prinzessin erscheinen darf.
Als nun der Geburtstag der Prinzessin gekommen war, erschien auch wirklich kein Königssohn. Es kamen gute Elfen und Feen, Freunde und Bekannte.
Als nun das Fest tief in der Nacht endete und alle Gäste nach Hause gefahren waren, zog ein stürmisches Unwetter auf. Plötzlich klopfte jemand an das Tor des Schlosses. Die Prinzessin eilte, ohne ihre Eltern um Erlaubnis zu fragen, zum Tor und öffnete es. Draußen stand ein Königssohn mit einigen Dienern und Pferden. Er war nass und sah müde aus. Er sagte: "Holde Prinzessin! Mein Name ist Daniel! Bitte, Gewährt mir und meinen Begleitern Einlass und gebt auch den Pferden eine Unterkunft. Ich war mit meinen Begleitern auf einer Reise und wollte nun nach Hause zurückkehren, als mich und meine Begleiter dieses Unwetter überraschte. Nun können wir nicht mehr weiterreiten! Deshalb möchte ich um ein Nachtquartier bitten."
Er lächelte die Prinzessin an. Diese blickte in die braunen Augen des Prinzen und verliebte sich sofort in ihn. Sie machte den Mund auf um etwas zu sagen, aber sie bekam keinen Ton heraus. Der fluch hatte sich erfüllt!!!
Plötzlich eilten die Eltern der Prinzessin, der König und die Königin herbei. Wie waren sie entsetzt! Eine Dienerin führte die Prinzessin in ihre Schlafkammer.
Nun erzählten der König und die Königin dem Prinz von dem traurigen Schicksal ihrer Tochter.
Prinz Daniel, der insgeheim die Prinzessin liebte, war, als er ihr Schicksal hörte, sehr traurig. Denn er musste in ein paar Wochen eien fremde Königstochter heiraten.
Am nächsten Tag beschloss er nach Hause zu reiten, um noch einmal mit seinen Eltern zu reden. So geschah es.
Doch trotz allem reden blieben seine Eltern hartknäkig.
Deshalb ging er zu seinem treuesten Diener, der Edmund hieß, und befahl ihm, so schnell wie möglich zu Odette zu reiten und einen Auftrag zu erfüllen.
Am Tag der Hochtzeit war große Aufregung im Schloss. Der fremden Königstochter wurde ihr Hochtzeitskleid angezogen. Diese aber war sehr eingebildet und schnippisch und beschimpfte in einem Fort die Zofen.
Währenddessen wartete Daniel auf die Rückkehr des Dieners Edmund. Plötzlich sah er in weiter Ferne Staubwolcken, und schon erkannte er Edmund. Kaum war er bei ihm, fragte der Prinz, ob er den Auftrag erfüllt hat. Edmund bejahte.
Doch nun ertönten schon die Hochzeitsglocken und Daniel musste in die Kirche.
Und schon begann die Zeremonie.
Nun war es daran, dass sie sich das Ja-Wort geben. Die fremde, böse Königstochter, die schon eingewilligt hatte, lächelte den Prinz falsch an. Nun musste nur noch er einwilligen. Doch er musste schon die gabze Zeit an Odette denken und hoffte, dass sein Plan aufgehen möge.
Plötzlich wurde mit aller Gewalt die Kirchentür aufgerissen und Odette lief herbei. Prinz Daniel lachte vor Freude, dass sein Plan, dass Odette komme, aufgegangan war. Er versuchte noch einmal, seien Eltern zu überreden. Plötzlich erschien die böse Fee, die Odette verwunschen hatte. Die fremde Königstochter schrie: "Mutter, hilf mir!" Nun wusste jeder, dass die Königstochter die Tochter der bösen Fee ist. Die beiden wurden auf der Stelle gefangen genommen.
Nun brachte man Odette ein wunderschönes Hochzeitskleid. Als nun Odette das Ja-Wort geben musste, war der Zauber gebrochen und sie konnte wieder reden Nun waren alle glücklich und die beiden lebten noch lange und zufrieden.
ENDE