Es war einmal ein kleiner Spatz namens Matz.er war sehr frech Der Baum auf dem er saß, war völlig verschneit. Sein kleiner Körper sah schon aus wie eine kleine Kugel, weil er sich so stark in seine Federn eingekuschelt hatte. Wie er so da saß und frierte, kullerte eine dicke Träne über seine Wange. Zur gleichen Zeit spielten die beiden Igelkinder Borstel und Nuf Nuf im Schnee. Sie hatten viel Spaß. Während sie sich mit Schneebällen verfolgten, sah Borstel auf einmal eine kleine, dunkle Kugel mit weißen Punkten, die so sehr weinte. Er hielt an und sah nach oben. Als er genauer hinsah, sagte er plötzlich „Du siehst ja aus wie Piep! Komm doch zu uns runter.“ Also kam Matz angeflogen und landete direkt vor den beiden Igelkindern. „Wer bist du? Warum weinst du? Wieso haben wir dich noch nie gesehen?“, fragten die beiden Igelkinder aufgeregt durcheinander. „Ich bin Matz und wohne erst seit kurzer Zeit hier im Wald! Deshalb bin ich auch so traurig. Ich bin ganz alleine und habe keine Freunde!“ „Du hast keine Freunde? Aber hier im Wald gibt es doch so viele Tiere.“, sagte Borstel. „Ich kenne doch noch niemanden.“, antwortete Matz. Im selben Augenblick fällt ein roter Schal vom Himmel und trifft Matz. Der Schal ist so weich. So etwas weiches hatte Matz noch nie gesehen. Dem Schal hinterher kam auch Piep, das Spatzenmädchen, geflogen. Sie landete direkt vor Matz und als sie den Schal aufheben wollte, erschrak sie plötzlich. Sie stotterte: „Du siehst ja aus wie ... wie ich!“ Nach einem kurzen Moment, in dem sie sprachlos war, begann sie mit Matz zu sprechen: „Hallo, ich bin Piep. Ich wohne schon sehr lange hier aber dich habe ich noch nie gesehen! Wie heißt du? Was ...“ „Piep!!!“, unterbrach sie Nuf Nuf. „Oh, tut mir leid! Ich rede immer so viel wenn ich aufgeregt bin!“ „Ich heiße Matz und wohne ...“ „Er ist neu hier im Wald. Darf er mit uns Weihnachten feiern?“, fragten Borstel und Nuf Nuf aufgeregt. „Weihnachten? Was ist das?“, fragte Matz unsicher. „Du kennst kein Weihnachten?“, fragten Piep, Borstel und Nuf Nuf gleichzeitig. „Weihnachten schmücken wir unseren Festplatz und machen ein Feuer. Puschel, das Eichhörnchen, und wir treffen uns einen Tag vor Weihnachten beim klugen Herrn Uhu, der uns jedes Jahr hilft.“ Doch in diesem Jahr war etwas anders, denn Matz durfte mitfeiern. Aber noch etwas anderes hatte sich verändert. Jeder bastelte etwas für einen anderen. So strickte Piep einen blauen Schal für Matz mit einem großen roten M am Saum. Alle setzten sich ans Feuer und hatten Spaß. So auch die beiden Spatzenkinder. Sie kuschelten sich in ihre Schals und aneinander. Alle hatten das schönste Weihnachtsfest ihres Lebens, denn sie hatten mindestens einen neuen Freund.