Des Königs verlorener Schatz
Inhalt Ändern Diskussion Versionen Bewerten

Des Königs verlorener Schatz

Es lebte einmal in einem fernen, fernen Land ein König, dem vor einiger Zeit eine Schatztruhe gestohlen wurde, in der sich Gold, wertvolle Edelsteine und Diamanten befanden. Diese Truhe wollte er seiner zukünftigen Gemahlin zur Hochzeit schenken.
Um wieder an den Schatz zu gelangen, befragte er viele Wahrsager, Traumdeuter und Hellseher. Doch keiner dieser Leute konnten ihm helfen - Bis eines Tages ein altes Mütterchen vor der Tür stand, um ihm die Zukunft aus der Hand zu lesen. Sie sprach zu ihm: "Nur mit einem Auserwählten wird es dir gelingen deinen Schatz, der sich in einem unzugänglichen Labyrinth befindet wieder zu bekommen." Viele junge Männer seines Volkes versuchten das Labyrinth zu betreten und an den Schatz zu gelangen, mussten ihr Leben lassen.
Nun trug es sich zu, dass ein armer Reitersoldat in das Königreich kam. Er besaß nur noch ein altes Pferd und ein Laib Brot.
In ihm sah der König sofort denjenigen, der ihm geweißsagt wurde. Er ließ den Soldaten zu sich kommen und bat ihn um Hilfe. Der Soldat hatte zwar nichts zu verlieren, zögerte aber zunächst und willigte er erst ein, als der König ihm die Hälfte des verschwundenen Schatzes versprach.
Der tapfere Soldat machte sich sofort auf den Weg. Am darauffolgenden Tag ritt der Soldat aus des Königs Waldes heraus, über eine Lichtung. Plötzlich tauchte eine Schatten über ihm auf und ein riesengroßer Adler stürzte sich auch ihn. Der Soldat kämpfte um sein Leben. Mit letzer Kraft konnte er den Greifvogel zu Boden schleudern, zog sein Schwert und wollte gerade zustechen, als der Vogel mit einer menschenähnlichen Stimme zu ihm sprach: "Nein, töte mich nicht. Weil du mich besiegt hast, werde ich dir mein Leben lang ein treuer Diener sein." "Gut", sprach der Soldat. "Ich bin auf der Suche nach einem Schatz, der sich in einem fernen Labyrinth befindet." Der Adler antwortete: "Dieses Labyrinth habe ich beschützt und weiß genau, wo es sich befindet. Setze dich auf meinen Rücken und wir fliegen gemeinsam dorthin."
Als sie ankamen, wurde es dunkel und kalt. Plötzlich waren sie von vielen Gespenstern umgeben, die ihnen den Weg versperrten und riefen: "Halt, hier kommt ihr nicht hindurch. Es sei denn, ihr löst das Rätsel, das wir euch stellen. Nun hört gut zu: "Schneewittchen hat keinen, König Drosselbart hat einen langen und Rumpelstilzchen braucht keinen. Was ist das?"
Der Soldat und sein neuer Freund überlegten hin und her. Doch auf einmal sprudelte es förmlich aus dem Soldaten hinaus: "Ich hab es - Es geht um die Nachnamen!"
"Oh nein, oh nein", heulten die Gespenster und zerfielen in Staub. Der Soldat und der Greifvogel freuten sich und der Weg zum Schatz wurde frei. Schnell holten sie die wertvollen Ringe und Ketten und flogen schleunigst zum König zurück.
Als die Freunde mit dem Schatz angeflogen kamen, wurde ein riesengroßes Fest für die beiden veranstaltet und es wurde die ganze Nacht hindurch getanzt und gefeiert.
Der Soldat bekam seinen Anteil vom Schatz, flog mit seinem neu gewonnenen Freund in die ferne um neue Abenteuer zu erleben und die Hochzeit fand noch am selben Tage statt.
Nun lebten alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.