Märchenpotpourri
Es war einmal ein kleines, süßes Mädchen. Sie trug immer eine rote Mütze. Eines Tages saß sie mit ihrer Großmutter vor deren Haus, das aus leckeren Pfefferkuchen gebaut war. Dabei sah sie ein kleines Männlein, das um ein Feuer tanzte und dabei sang: „Ich kann etwas, das du nicht kannst!“ Das Mädchen wunderte sich und fragte seine Großmutter: „Was kann er denn?“ Die Großmutter antwortete: „Er kann Stroh zu Gold spinnen!“ Das Mädchen, das wegen ihrer Mütze Rotkäppchen genannt wurde, sagte nur: „Das möchte ich auch können!“ Die Großmutter meinte nur: „Das brauchst du nicht. Du kannst andere tolle Sachen. Jeder kann etwas besonderes und keiner kann alles können!“
Nicht weit von dem Haus entfernt stand ein großes Schloss. In dem Turm des Schlosses wohnte eine junge Prinzessin. Sie hatte lange, blonde Haare. Das Männlein wurde von allen Anderen nur Rumpelstilzchen genannt. Er ging jeden Tag zu dem Turm und rief nach dem schönen, blonden Mädchen. Da sie so schön wie eine Rose war, wurde sie nur Dornröschen genannt. Seit einigen Tagen reagierte Dornröschen aber nicht mehr auf die Rufe von Rumpelstilzchen. Vorher hatte sie auf seine Rufe: „Dornröschen, Dornröschen, lass dein Haar herunter.“ immer reagiert und so konnte er an ihren langen Haaren den steilen Turm hinauf klettern. Doch nun antwortete sie nicht mehr auf seine Rufe.
Traurig ging er zurück zu seinem Feuer, das hinter den 7 Bergen lag. Auf dem Weg begegnete er seiner neuen Nachbarin, die bei den 7 Zwergen eingezogen war. Sie war sehr schön. Sie hatte schwarze Haare und rote Lippen. Er sah sie nur an und stolperte dabei über einen Stein und fiel in einen Brunnen. Am Boden des Brunnens war eine große Wiese. Dort traf er auf ein kleines Mädchen, das über die Wiese lief. Er rief sie, um zu erfahren, wo er war. Doch das Mädchen wusste es auch nicht und so gingen sie gemeinsam über die Wiese. Auf dem Weg kamen sie zu einem Apfelbaum, der rief: „Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir Äpfel sind alle reif.“ Da schüttelte das Mädchen den Baum, damit die Äpfel fielen. Sie gingen weiter und so kamen sie zu einem Ofen. Er sagte: „Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich: ich bin schon längst ausgebacken." Da holte das Mädchen mit dem Brotschieber das Brot heraus. Kurz danach kamen sie zu einem großen Schloss mit einer Treppe. Sie gingen die Treppe hinauf.
Oben angekommen stand plötzlich eine kleine, ältere Frau vor den beiden. Das Mädchen sagte ganz aufgeregt: „Ich habe meine Spindel verloren. Habt ihr sie gefunden?“ Die Frau antwortete: „Ja und wenn du mir ein bisschen im Haushalt hilfst, bekommst du sie wieder! Wenn ihr mir helft dann wird es euch gut gehen!“ Und so begaben sie sich in ihren Dienst. Das Mädchen war sehr fleißig. Rumpelstilzchen wollte aber lieber lange schlafen und so kam es, dass Frau Holle nur dem Mädchen erlaubte Schnee zu machen. Eines Tages durften sie wieder nach Hause. Zuerst ging das Mädchen durch das Tor. Als sie darunter stand, fielen lauter, harte Goldtaler und pures Gold vom Himmel. Das Mädchen hatte nun für alle Zeit ausgesorgt. Frau Holle gab ihr ihre Spindel, die nun aus purem Gold war und eine goldene Kugel und bedankte sich bei ihr für ihre gute Arbeit und ihren Fleiß. Das Mädchen ging nach Hause zu ihrer Stiefmutter und deren 2 Töchtern. Sie riefen nur: „Aschenputtel ist zurück und sie ist Gold.“ Zu diesem Zeitpunkt ritt gerade der Prinz des Landes vorbei, der auf der Suche nach seiner zukünftigen Ehefrau war. Er war von dem goldenen Aschenputtel so begeistert, dass er sie sofort heiratete. Es gab ein großes Fest.
Rumpelstilzchen bekam wärenddessen seine Belohnung. Auf ihn lief reines Pech. Da er zu faul war und nichts getan hatte, wurde er bestraft.
Die junge Prinzessin Aschenputtel spielte eines Tages an dem Brunnen im Schlosshof mit ihrer goldenen Kugel. Dabei fiel sie ihr in den Brunnen. Ein Frosch brachte sie ihr zurück. Aschenputtel wollte sich gerade bei ihm bedanken, als er sagte: „Küss mich!“ Aschenputtel war sehr unsicher und verwundert. Der Frosch meinte nur: „Küss mich oder finde meinen richtigen Namen heraus!“ Wenn du in 3 Tagen meinen Namen kennst, bekommst du die Kugel zurück!“ So schnell wie er gekommen war, so schnell war er auch wieder verschwunden. Aschenputtel wusste nicht was sie tun sollte, da fiel ihr plötzlich der Wolf ein, der mit ihr befreundet war. So lies sie nach ihm suchen und er wurde am Haus der Geißenfamilie gefunden und sofort mitgenommen. Er sagte, dass er keine Ahnung hatte und so machte er sich auf den Weg. Während seiner Suche traf er auf den gestiefelten Kater. Der wusste den Namen leider auch nicht. Aber erzählte, dass Dornröschen verzaubert wurde und jetzt schlafen würde. Der Wolf ging sofort zu Rumpelstilzchen und erzählte ihm das. Der machte sich sofort auf den Weg und fand Dornröschen in ihrem Schlafzimmer im Turm nachdem er sich durch die dichte Rosenhecke gekämpft hatte, die um das Schloss gewachsen war. Da das Pech nicht mehr abging, war er nun immernoch schwarz. Er überlegte was er tun sollte und kam dann zu dem Schluss sie zu küssen. Sie wachte dann wieder auf und sah das schwarze Rumpelstilzchen und erschrak. Da er aber das komplette Schloss gerettet hatte, durfte er Dornröschen heiraten.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.