Der Wolf und das kleine Wildschwein
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Der Wolf und das kleine Wildschwein

Ein Wolf lag unter einem Baum und war guter Dinge. Er hatte am Vortag ein guten Fang gemacht, sich den Bauch vollgeschlagen und war satt für eine Woche. So wollte er noch einige Zeit vor sich hindösen. Da lief ein kleines Wildschwein daher und schrie ständig: „Mama. Mama.“ Der Wolf beobachtete das kleine Wildschwein und weil keine Mama in der Nähe war, dachte sich der Wolf: „Einen kleinen Nachtisch könnte ich heut‘ schon wieder vertragen.“ Und so schlich er sich langsam an das kleine Wildschwein heran. Als er ganz nah bei dem Wildschwein stand, sagte er sehr freundlich: „Guten Tag, liebes kleines Wildschwein. Willst Du mir nicht Gesellschaft leisten?“ – „Ja, gern.“ antwortete da das kleine Wildschwein. „Kannst Du mich vielleicht zu meiner Mutter bringen?“ Fragte es dann noch den Wolf. „Das kann ich wohl. Du brauchst nur in mein Maul zu steigen und immer nur weiterzugehen. Am Ende kommt ein hübsches Tor und dahinter wohnt Deine Mutter.“ Antwortete da der Wolf. Da sagte das kleine Wildschwein: „Ich würde gern dort drüben in Dein Maul steigen. Da scheint die Sonne, und ich kann alles besser sehen.“ Also ging der Wolf an die Stelle, die das kleine Wildschwein beschrieben hatte. „Meinst Du hier?“ Fragte er. „Noch ein Stück.“ Antwortete das kleine Wildschwein. Aber nun fiel der Wolf in eine schlammige Schweinekuhle, und nur mit Mühe konnte er seinen Kopf über Wasser halten. Da lief das kleine Wildschwein an der anderen Rand der Kuhle. Dort lag aber der Nackte Bär und schlief. Da kitzelte es den Nackten Bären am Bauch, sodass der sich zur Seite drehen wollte. Dabei fiel er aber in die Kuhle und lag nun auf dem Wolf, der jämmerlich erstickte. Das kleine Wildschwein rief aber zum sterbenden Wolf herunter: „Das ist dafür, dass Du gestern alle meine Geschwister aufgefressen hast.“ Der Nackte Bär aber füllte die ganze Kuhle aus und lag auf einem Bett aus Schlamm und Wolfsfell. Als er später erwachte und den toten Wolf sah, wunderte er sich und sagte zu sich selbst: „Hier will ich aber nicht mehr schlafen.“ Dann zog er seines Weges.

siehe auch: http://dernacktebaermaerchen.oyla11.de