Es war einmal ein kleiner Frosch, der immer von den anderen Fröschen gehänselt wurde, weil er so klein war. Da wollte der kleine Frosch sich ein Ansehen verschaffen und sagte: „Ich kann die größte Spinne, die es gibt, verspeisen.“ Da zogen alle Frösche los, um besonders große Spinnen zu finden. Die größten Frösche verschluckten auch gleich sehr große Spinnen. Der kleine Frosch fand aber auf einmal eine Spinne, die dreimal so groß war wie er selbst. Da sagte er laut, dass alle es hören konnten: „Diese große Spinne werde ich jetzt fressen!“ Selbst die allergrößten Frösche hatten aber Angst vor der großen Spinne. Schon kam die Spinne auf den kleinen Frosch zugelaufen, sodass der kleine Frosch etwas zurückwich. Doch als ihm die Spinne schon ganz nah war, blähte er sich auf und verschluckte die Spinne. Alle sahen nun gespannt auf den kleinen Frosch. Der lief nach kurzer Zeit blau an und regte sich nicht mehr. Da kam ein Igel vorbei und alle Frösche sprangen schnell weg. Der Igel aber fraß den ganzen Frosch. Nach einiger Zeit wurde dem Igel so recht schlecht. Er legte sich ein bisschen hin, um sich auszuruhen. Da kam ein Biber vorbei und sah den schlafenden Igel. Der hatte sich nicht eingerollt, weil ihn so schlecht war. Da konnte der Biber an sein weiches Fleisch und fraß ihn auf. Nun wurde der Biber vom Fressen müde und etwas schlecht war ihm auch geworden. Also legte er sich ein bisschen hin. Da kam ein Knabe daher, der den Biber da liegen sah. Der Knabe nahm seinen Hirschfänger und stach den Biber ab. Zu Hause zog er ihm das Fell über die Ohren und hängte sich das Fell an die Wand über sein Bett. Seitdem jedoch das Fell dort hing, konnte der Junge nicht mehr richtig schlafen und hatte Alpträume, besonders von riesigen Spinnen. Ob es nun an dem Fell lag oder nicht: Der Junge wurde richtig krank, und die Ärzte wussten keinen Rat. Da ließen sie den Priester holen. Als es klopfte und die Tür geöffnet wurde, stand dort aber nicht der Priester sondern der Nackte Bär. Die Leute kannten den Nackten Bären aber nicht und da sie sich nicht zu helfen wussten und weil der Nackte Bär nackt war, gaben sie ihm schnell das Biberfell, damit er seine Blöße bedecken konnte (vielleicht des Priesters wegen). Der Nackte Bär hatte aber einen fürchterlichen Durchfall und weil er von den Ärzten im Hause des kranken Knaben gehört hatte, hatte er sich von ihnen eigentlich eine Medizin erhofft. Jetzt ging er aber erst einmal hinter das Haus und entleerte sich. Mit dem Biberfell aber wischte er sich seinen Hintern sauber. Von da an ging es dem Nackten Bären wieder besser und auch der Knabe fühlte sich sogleich wohler und gesundete bald. Dort aber, wo der Nackte Bär das Biberfell hingeworfen hatte, wuchs nie wieder etwas.