Ein hungriger Wolf zog durch den Wald auf der Suche nach etwas zu fressen. Es war Winter und die Zeiten waren nicht die besten. Da traf er den Fuchs und begrüßte ihn: „Hallo Fuchs. Wohin des Wegs. Bist du auch so ausgehungert wie ich?“ – „Aber nein.“, erwiderte der Fuchs. „Ich habe mir gerade so den Bauch vollgeschlagen, dass mir schon ganz schlecht ist.“, fügte er noch hinzu. „So? Wo denn?“, fragte der Wolf. „Nun,...“, sprach da der Fuchs „es gibt hier ganz in der Nähe einen Bauernhof. Dort kann man sich reichlich bedienen, denn die Leute sind auswärts, und der Hof wird nur von einem alten zahnlosen Hund bewacht, der sich vor Angst in seine Hütte verkrochen hat.“ – „Nun, wenn das so ist, dann will ich mein Glück versuchen.“, erwiderte der Wolf. So führte der Fuchs den Wolf zu dem Bauernhof und wünschte ihm einen Guten Appetit. Als der Wolf aber auf den Bauerhof kam, schlugen drei junge kräftige Hunde an, worauf der Bauer, der nämlich doch zu Hause war, mit seiner Mistgabel und den Hunden auf den Wolf losging. Der Wolf nahm Reißaus und der Bauer und die Hunde liefen hinterher, um ihn zu schnappen. Inzwischen schlich der Fuchs, der sich seine Geschichte nur ausgedacht hatte und selber sehr hungrig war, in den Hühnerstall und machte so einigen Hühnern den Garaus und fraß sie auf. Seinem Freund, dem nackten Bären, hatte er vorher heimlich Bescheid gegeben, so dass dieser heimlich dem Wolf und dem Fuchs hinterhergeschlichen war. Nun zeigte der Fuchs dem nackten Bären, wo die Speisekammer des Hauses war, so dass der nackte Bär Speck, Wurst, Honig und andere Leckereien verspeisen konnte, denn Bären sind wahre Feinschmecker. So bedienten sich die beiden nach Herzenslust bis sie so richtig satt waren. Dann suchten sie das Weite. Den Wolf aber hat man nie wieder in der Nähe des Bauernhofes gesehen.