Die fünf magischen Gegenstände
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Die fünf magischen Gegenstände

Es war einmal ein Junge namens Kilian, der hatte von seiner verstorbenen Mutter ein paar rote Stiefel geerbt, mit diesen konnte man sogar über das Wasser laufen. Wenn man es eilig hatte, brauchte man sich den Ort, wo man hinmöchte, nur vorstellen und dann war man da. Doch sein Onkel war sehr eifersüchtig und wollte diese Stiefel für sich haben.
Eines Morgens befahl Onkel Hannes ihm, dass er den ganzen Stall, der neben dem Haus stand, ausfegen sollte. Der Junge protestierte entsetzt: „Aber warum denn? Du wolltest den Stall doch abreißen lassen?!“ „Nun, ich habe es mir halt anders überlegt! Jetzt fang an! Wenn du es nicht bis heute Abend schaffst, werde ich dir als Strafe deine Stiefel wegnehmen!“ , antwortete der böse Mann barsch. Er drückte ihm einen alten Besen in die Hand. Kilian machte sich eilig auf den Weg und fing mit der Arbeit an. Doch schon nach einiger Zeit, taten ihm die Hände weh. Er setzte sich hin und jammerte: „Was soll ich nur tun? Er will mir meine geliebten Stiefel wegnehmen!“ Da fing plötzlich der Besen an zu sprechen: „Junge, sei nicht traurig! Du wirst es schaffen! Ich werde dir helfen! Erstaunt sah Kilian zu, wie der Besen von alleine zu putzen anfing. Nach einer paar Stunden blitzte der Stall vor Sauberkeit. Als der Onkel das sah, wurde r wütend und sagte: „So und jetzt wirst du ein gutes Mittagessen kochen! Und denk daran, in einer halben Stunde kommen unsere sieben Gäste! Vergiss nicht deine Strafe, falls du es nicht schaffen solltest!“ Schnell rannte Kilian in die Küche. Doch dann stand er ratlos vor dem Herd, er wusste nicht, was er tun sollte. Der Junge begann zu verzweifeln. Da ertönte eine seltsame blecherne Stimme: „Ich weiß, was dieser böse Mensch vorhat! Auch ich werde dir helfen!“ Kilian merkte das eine Pfanne mit ich gesprochen hatte. Er nahm sie und stellte sie auf den Herd. Der freundliche Helfer sagte zu ihm, welche Zutaten er nehmen solle und Kilian tat sie in die Pfanne. Als dann die Gäste da waren, stellte er ein köstliches Gericht auf den Tisch. Der Onkel tobte fast vor Wut und dieses Mal befahl er Kilian: „Du wirst von allen zwölf Apfelbäumen im Garten die Äpfel pflücken.“ „Aber wir haben doch nur eine kleine Leiter! Ich komme doch niemals bis rauf in die Krone!“, protestierte der Junge. Doch der Onkel grinste nur gemein. Kilian stand im Garten auf der Leiter, doch er konnte sich strecken wie er wollte, er kam nie bis in die Baumkrone! Plötzlich begann die kleine Leiter zu wachsen und Kilian kam überall hin, wo er wollte. Als er auch diese Aufgabe geschafft hatte, kam sein Onkel, packte ihn an den Haaren und sperrte ihn in eine Kammer. Da saß Kilian verzweifelt auf dem Boden. Auf einmal fiel ein Schlüssel vor ihn. „Mit mir kannst du jede Tür aufschließen“, sagte dieser. Kilian nahm den Schlüssel und sperrte die Tür wieder auf. „Aber warum helft ihr mir denn alle?“, fragte der Junge den Schlüssel. „Wir mochten deine Mutter sehr gerne, deswegen wollen wir auch dir helfen!“, antwortete dieser. Plötzlich kam Onkel Hans zur Tür herein und starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. Dann stampfte er wütend auf ihn zu. Kilian sah den Besen in der Ecke stehen, der ihm am Anfang geholfen hatte. „Bitte, bitte Besen hilf mir“, flehte er ihn an. Da schwebte der Besen zu seinem Onkel und trieb ihn zur Tür hinaus. Der böse Mann rannte weg und kam nie wieder zurück. Kilian lebte mit seine Freunden noch lange in dem Haus zusammen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.