Der Zauber der Pilze
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Der Zauber der Pilze

Tief im Wald lebte einmal eine alte Frau. Sie hatte einen alten Holzkarren mit dem sie Pilze ins nächstliegende Dorf brachte.
Als sie wieder einmal Pilze sammelte, schrie plötzlich einer der Pilze: „ Pflück uns nicht, pflück uns nicht, wir sind nämlich die Zauberpilze.“
Da erschrak die Frau und fragte mit zitternder Stimme: „W...was p...pa...ssiert d... denn, ww...wenn i...ich eu...eu...euch pf...pf...pflücke.“ „Wir werden zu giftigen Pilzen.“, antwortete der Pilz. Die alte Frau wurde langsam neugierig: „Und warum werdet ihr giftig?“ „Weil vor vielen, vielen Jahren ein Pilz unseren Pilzkönig
beleidigt hat und dann hat er einen Zauberspruch
gesagt, denn alle Pilzkönige können Zaubern. Aber wieder zu unserem Pilzkönig . Wie also der Pilz ihn beleidigt hat, wurde er furchtbar zornig und verwandelte jeden Pilz, dass er giftig wurde. Denn einem Pilz geht es furchtbar schlecht, wenn er giftig ist.“ Da bekam die Frau Mitleid mit den armen Pilzen und sagte: „Kann ich euch irgendwie helfen?“ „Ja wenn du unseren König
findest, ihn pflückst, seine Schwachstelle entdeckst und ihn dann zerstampfst. Aber du musst aufpassen, denn er ist sehr mächtig. Du findest ihn dort, wo Sonne und Mond zusammen stoßen“, erklärte der Pilz.
Die Frau wusste zwar nicht, was das bedeuten sollte, aber sie wollte nicht mehr fragen. Geschwind lief sie heim und legte sich gleich ins Bett und schlief auch gleich ein. Am nächsten Morgen dachte sie: „Ich nehme lieber meinen Esel mit, er kann das Gepäck und mich
tragen.“ Sie ritten also los. Nach einer Weile kamen
sie an eine Höhle, in der jemand dauernd rief:
„Juhu, juhu!“ Der Frau kam das komisch vor und
sie rief ebenfalls: „Hallo, ist da jemand?“ „Juhu, ja,
juhu!“ „Wer sind sie?“ „Juhu, juhu !“ Die Frau dachte, von diesem Verrückten erfahre ich doch sowieso nichts und sie ritt weiter. Nach einer Weile sah sie, dass die Sonne langsam unterging. Doch plötzlich kam in raketenschneller Geschwindigkeit der Mond herbei geschossen. Die Frau erinnerte sich wieder an das, was der Pilz gesagt hatte. Sie war wunschlos glücklich. Sie suchte nach dem Pilzkönig. Nach einiger Zeit fand sie ihn auch. Doch der Pilzkönig war wirklich mächtig. Er ließ Steine auf sie nieder rasseln und ließ Feuer los. All dies und noch viele andere Sachen machte der König.
Als die Frau schon fast erledigt war, riss der Esel
den Pilz aus. Sie machte jetzt alles, was der Pilz gesagt hatte. Dann ging sie fröhlich heim. Als sie in ihr Haus ging, hörte sie noch wie jemand rief:
„Danke!“