Es war einmal vor langer, langer Zeit, in einem weit entfernten Königreich ein Prinz der schwer krank war. Doch sein Leiden war psychischer Natur. Er war kleptomanisch veranlagt. Aber nicht nur das der Landesadel bei Hof keinen Schmuck mehr trug, aus Angst dieser könnte auf mysteriöse Weise verschwinden. Die Krankheit des Prinzen ging soweit, dass er nicht nur wertvolle Güter entwandte. Einmal wollte er einer Königin aus dem Nachbarreich das Kind stehlen, doch dies konnte glücklicherweise dadurch verhindert werden, dass er von Wachleuten jener Königin beobachtet wurde, wie er um ein Feuer tanzte und sich singend über den Speiseplan in den nächsten Tagen und über seine kriminellen Pläne ausließ. Da er glücklicherweise auch noch seinen eigenen Namen preisgab, konnte man ihn identifizieren. Man wandte sich an seinen Vater und das Verbrechen konnte verhindert werden. Auch das einfache Volk blieb nicht verschont. So entwandte er einem jungen Mädchen, dass er auf einem Ball kennen lernte und dessen Namen wir hier aus Datenschutzgründen verschweigen, ihren Schuh. Allerdings musste er auf Befehl seines Vaters, des Königs den Schuh zurückgeben. Das stellte den armen Prinzen vor eine ziemliche Herausforderung, da er von seinem Opfer nicht mehr wusste als die Schuhgröße. Monatelang reiste er durch die Lande und ließ alle jungen Mädchen den Schuh anprobieren und diejenige der, der Schuh passte, durfte ihn behalten. Man sollte meinen, dass diese Erlebnisse dem Prinzen eine Lehre gewesen wäre. Doch weit gefehlt. Es wurde immer schlimmer mit dem Prinzen. Der König wusste nicht mehr ein noch aus und wandte sich schließlich verzweifelt an eine weise Zauberin. Diese empfahl dem König, dass man den Prinzen für einige Zeit in einen Frosch verwandeln solle da er in dieser Gestalt anderes Eigentum wohl eher unberührt lasse. Den König konnte dieser Vorschlag nicht so recht überzeugen. Doch er hatte noch 12 weitere Söhne, so dass er das Risiko eingehen konnte ohne seine Thronfolge zu gefährden. Also willigte er ein. Die Zauberin mischte dem Prinzen einige Tropfen eines obskuren Gebräus unter seinen abendlichen Lebertran. Ahnungslos trank der Prinz und fiel in einen tiefen Schlaf. Während der Prinz schlief begann der Trank zu wirken. Auf Befehl des Königs trugen einige Wächter den Prinzen, der nun die Gestalt eines Frosches innehatte. Der Prinz erwachte, als man ihn in einen Brunnen fallen ließ. Man kann sich den Schock des Prinzen vorstellen als er in das eisig kalte Wasser fiel. Allerdings empörte es den Prinzen wohl mehr, dass man ihn aus seinem Bett geholt hatte und in einen Brunnen geworfen hatte, als die Tatsache das man ihn obendrein auch noch in ein Amphib verwandelt hatte. Auf Geheiß des Königs blieben die Wächter unauffällig in der Nähe des Prinzen und behielten ihn im Auge. Sie erstatteten dem König regelmäßig Bericht. Doch als der Prinz eines Tages einem jungen Mädchen dessen goldene Kugel klaute, wandte sich der König empört von seinem Sohn ab. Über den weiteren Verbleib des Prinzen ist leider nichts bekannt.