Blau-Cappie in der Großstadt
Blau-Cappie in der Großstadt
Vor genau 11 Tagen, 11 Stunden, 11 Minuten und 11 Sekunden lebte Blau-Cappie in Hamburg. Weil sie immer ein blaues Cappie trägt, nennen sie alle Blau-Cappie. Sie liebte ihre Tante Claire sehr. Jedes Wochenende besuchten Blau-Cappie und ihre Mama sie. Doch an diesem Tag wollte Blau-Cappie beweisen, dass sie es alleine zu ihrer Tante schafft (es sind immerhin nur 15 Minuten bis zu ihr). Also nahm sie eine 1,5l Cola Flasche und packte sie mit einer Pizza in einen Rucksack. Sie ging zur Tür, rief zu ihrer Mama: „Tschau“, und lief los (sie wollte so schnell wie möglich zu ihrer Tante). Wundernd blickte Blau-Cappies Mama aus der Tür, in Richtung Blau-Cappie. „Wo will sie denn jetzt bloß hin“, dachte sie. Doch obwohl sie sich Sorgen machte, schloss sie nach ein paar Minuten die Tür.
Ich glaube Blau-Cappie geht schon 8 Stunden, doch plötzlich steht sie vor einem großen Schild. Auf dem Schild stand in Großschrift “Berlin“.
Sie las das Schild mehrmals durch als sie bemerkte:„Meine Tante wohnt doch in Hamburg “. Fragend sieht sie sich nach irgendeiner Person um. Da entdeckte sie eine junge Frau. Sie rannte zu ihr hin und fragte: „Entschuldigen sie, ich wollte sie nur fragen, wo wir hier sind“? Darauf sagte die Frau: „Na wir sind in Berlin. Guck mal da vorne ist ein Schild“. Schmunzelnd, aber auch ein bisschen kichernd, ging die Frau weiter. Sauer zeigte Blau-Cappie der Frau einen Vogel. Sie dachte nämlich“ Die denkt wohl ich kann nicht lesen, weil ich am Schild vor bei gelaufen bin“. Sie überlegte eine Minute, dann griff sie nach ihrem Handy (ein Nokia mit Kamera und MP3-Player) und wählte die Nummer von ihrer Mutter: „piep.........piep.........Bei Familie Schwarz, hallo?“ „Hi Mama, eigentlich ich wollte zu Tante Claire und jetzt habe ich mich verlaufen“ „Oje, na wo bist du denn?“ „In Berlin.“ „Du bist in Berlin?!“ „Ja und ich wollte fragen, ob du mich vielleicht abholen kannst?“ „Abholen? Ich hab schon genug zu tun! Komm gefälligst nach Hause“ „OK, Tschau“ „Tschüss!“ Enttäuscht legte Blau-Cappie auf “Wie soll ich denn nach Hause kommen? Ich kenn doch gar nicht den Weg.“ Dachte sie. Als Blau-Cappie versucht wieder nach Hause zu kommen, hörte sie vertraute Musik. Sie überlegte “ Das ist doch die Musik von der Band “Makalamas“. Aber wieso kann ich die Musik so laut hören? Mmh, aber natürlich, gestern stand doch in der “Smash“(so eine Zeitschrift wie die Bravo, Hey oder Yam), dass die Makalamas eine art Vorschau für ihre Konzerte machen. Da muss ich unbedingt hin.“ So schnell sie konnte lief sie zu dem Platz von wo sie die Musik hörte. Als sie dann endlich ankam, war zu allem Übel, die Vorschau vorbei. Sie sah nur noch wie sie alles abbauten. Blau-Cappie brach zusammen (so auf den Knien ) und hämmerte auf dem Boden herum. Plötzlich stand ein Hund (ein Golden Retriever) neben ihr und fragte sie besorgt:„ Geht’s dir nicht gut? Du siehst so traurig aus.“ „TAURIG!!!?“, kreischt Blau-Cappie, „ich bin nicht nur traurig sondern wütend!“ „Warum denn?“ „Weil ich das Konzert von Makalamas verpasst habe“ „Du kannst doch noch später zu einem Konzert gehen. Komm ich lad dich zu einem Kakao ein, OK?“ „Na gut, dann komm ich vielleicht auf andere Gedanken.“ Zusammen gehen sie zum Hund nach Hause. „Wohnst du richtig allein in einer Wohnung?“, fragt Blau-Cappie. „Na ja fast. Ich wohn in einem kleinem, gemütlichem Waldhäuschen.“ „Und, wie heißt du eigentlich?“ „Oh, Entschuldigung, ich hab mich ja gar nicht vorgestellt. Ich heiße Lucky.“ „Das ist ein hübscher Name.“ „Danke!“ Nach einer Weile sind sie endlich angekommen. Als die beiden ins Häuschen eintraten, sagte Blau-Cappie erstaunt:„ Das Haus ist umwerfend! In so einem kleinen Waldhäuschen ist so ’ne krasse Einrichtung. Hast du das alles alleine gemacht, Lucky?“ „Ja. Diese Einrichtung ist aber schon lange so.“ Blau-Cappie setzt sich an den Tisch und Lucky macht ihr den Kakao. Als sich Lucky zu Blau-Cappie setzte, quatschen sie sofort drauf los. Sie reden über Blau-Cappies Schule, dass Blau-Cappie eigentlich zu ihrer Tante Claire wollte und noch über eine Menge anderer Sachen. Etwa nach 2 Stunden quatschen, schlägt Lucky vor:„Du musst doch sicher müde sein, nach so viel Stress und so viel quatschen, oder?“ „Ja, ich bin ziemlich müde. Wo kann ich denn schlafen?“ „Einen Moment.“ Lucky lief in ein anders Zimmer und kam nach etwa 2 Minuten zurück. Er hielt in seinen Pfoten eine große Matratze und legte sie auf den Boden. Dann nahm er aus dem Schrank eine Decke und ein Kissen und legte beides ordentlich auf die Matratze. „So, fertig. Hier kannst du schlafen.“ „Oh, danke. Ich glaub ich leg mich jetzt auch schlafen.“ Genau in dem Moment schmiss sie sich auf die Matratze und sagte noch bevor sie einschlief:„Gute Nacht, Lucky.“ „Gute Nacht, Blau-Cappie.“ Als er sie noch was fragen wollte, war Blau-Cappie schon längst eingeschlafen. Der Hund legte sich auf sein Bett, das genau neben der Matratze lag, und schlief auch sofort ein.
Blau-Cappie und Lucky schliefen so schön, als sich plötzlich die Haustür öffnete. Ein Wolf trat herein und sah Blau-Cappie. Gerade als er sie schnappen wollte, wachte sie auf und schrie. Der Wolf musste sich die Ohren zu halten. Die Gelegenheit nutzte Blau-Cappie und rannte hinter den Esstisch. Der Wolf versuchte Blau-Cappie zu fangen, also liefen sie in einem Kreis um den Tisch herum. Von dem Lärm wachte Lucky auf. Als er den Wolf sah, sprang er ohne zu zögern auf ihn zu. Sie prügelten sich sehr doll. Sie konnte es sehr gut mitkriegen (hören), obwohl sie sich die Augen zu hielt. Als es dann still wurde, öffnete Blau-Cappie ihre Augen. Sie war sehr glücklich, denn gerade brachte Lucky den Wolf nach draußen. Als er wieder kam, schmiss sich Blau-Cappie ihm um den Hals und drückte ihn fest. „Vielen, vielen dank! Du hast mir das Leben gerettet. Wie soll ich mich denn nur bei dir revanchieren?“ „Ach das brauchst du nicht. Das war doch selbstverständlich. Was hältst du davon, wenn ich dich nach Hause bringe? Du vermisst doch sicherlich deine Mutter, oder?“ „Das würdest du wirklich für mich tun?“ „Aber, klar. Na komm, wir gehen.“ „OK.“
Also gingen Blau-Cappie und Lucky los. Nach 8 Stunden waren die beiden dann endlich bei Blau-Cappie zu Hause. Blau-Cappies Mama war über glücklich, dass Blau-Cappie wieder da war. Blau-Cappie erzählte ihrer Mama alles was sie und Lucky erlebt haben. Als Blau-Cappies Mama das mit dem Wolf hörte, bedankte sie sich sehr, sehr, sehr, sehr doll bei Lucky. Und weil Blau-Cappies Mama so glücklich war, fragte sie Lucky, ob er bei Blau-Cappie wohnen möchte. Lucky wollte sehr gerne bleiben, er war sehr froh eine wunderbare Familie gefunden zu haben.
Und so lebten sie glücklich, bis ans Ende ihres Lebens!
ENDE